Auckland

Auckland ist eine entspannte Großstadt. Die Leute sind alle sehr nett, es gibt viele Grünflächen und bald mehr Parkänke als Häuser. Perfekt um nach dem Flug den jetlack zu verdauen und im großen Stil shoppen zu gehen, was ich leider auch noch machen musste. Denn durch den Flug bedingt bin ich quasi nur mit Fahrrad angenommen. Also von den Socken über den Kocher bis hin zur Isomatte alles nachkaufen. Das hat sehr gut geklappt, denn man hat in der Queen Street gleich drei Outdoorläden und für Mitglieder gibt es deftige Rabatte (meist bis zu 50%), als Konsequenz daraus füllen meinen Geldbeutel jetzt drei Kundenkarten mehr. Lebensmittel sind verhältnismäßige ein bisschen teurer als in Deutschland, ich versuche deshalb vorausschauend einzukaufen und habe einen zwei Kilo Sack Reis erstanden 😉 Die Äpfel sind richtig lecker und ziemlich billig, ich habe den Verdacht, die verschiffen nur die schlechten nach Deutschland. Auch Meeresgetier und Fisch sind bezahlbar weshalb es die vergangenen Tage des öfteren Lachs gab.
Aber ich habe mir auch ein paar sehenswerte Dinge angeschaut.
Am Sonntag (8.11) wurde ich um 4:30 Uhr morgens durch meine unbedachten Zimmernachbarn geweckt. Noch etwas gejetlacked bin ich dann nicht mehr eingeschlafen. Das Wetter war gut gemeldet und so bin ich halt aufgestanden, hab mich auf mein Rad gesetzt und bin zum Mount Eden gefahren. Ein ehemaliger Vulkan etwas außerhalb des Zentrums. Genau zum Sonnenaufgang bin ich oben angekommen und die Skyline von Auckland hat in der aufsteigenden Sonne beleuchtet, es war herrlich. Ich war der einzige Tourist. Nur einige sportliche Kiwis sind schon früh um 6 Uhr den Berg hochgejogged. Wieder in der City hab ich mir am  Hafen Frühstück besorgt und noch einige organisatorische Dinge erledigt. Mittags hab ich mich mit Anne ( Ich hatte sie noch in Deutschland beim Australien Stammtisch getroffen. Sie war zuerst in Australien und ist einen Tag nach mir in Neuseeland angekommen) und ein paar anderen Reisenden getroffen. Nach einem angenehmen Nachmittag haben wir uns wieder von einander verabschiedet und Anne und ich haben noch beschlossen gemeinsam den Sky Tower zu besichtigen. Er ist 328 m hoch und das Wahrzeichen Aucklands. Für fast 30$ kann man sich mit dem Lift, der witzigerweise eine Glasplatte im Boden hat, nach oben befördern lassen. Von der Besucherplattform hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt, und auch hier sind an manchen Stellen wieder Glasplatten eingebaut. Nebendran hängt wie zur Beruhigung ein Schild, was erklärt, die Platten seien 38mm dick und so stabil wie Beton. Einer von uns zwei (auf jeden Fall ich) kommt dann auf die grandiose Idee bis zum Sonnenuntergang zu warten, oder doch am besten bis zur kompletten Nacht. Allerdings ist es bis dahin noch über zwei Stunden hin, und so wechseln wir in das Stockwerk des Cafés und ich gönne mir ein neuseeländisches Bier für schlappe 8$. Der Sonnenuntergang war super, aber viel schneller als man in Deutschland gewöhnt ist und die darauf folgende erleuchtete Stadt war wunder, wunderschön.
Am nächsten Tag, ein Montag, konnte ich mich endlich um mein neuseeländisches Bankkonto kümmern und es wurde ziemlich interessant. Die meisten Banken waren für sie nächsten zwei Wochen ausgebucht, die anderen Banken konnten mir noch kein Konto geben, da ich noch keinen Job hab. Aber dann hab ich es doch geschafft bei westpac für Mittwoch früh eine  Termin zu ergattern und bin jetzt, am Mittwoch abend stolzer Besitzer eines Neuseeländischen Kontos.
Heute hab ich die Fähre nach Devonport genommen, sehr empfehlenswert. Einerseits ist das Panorama von Auckland umwerfend, aber auch die Strände sind schön und die alten militärischen Befestigungen sind völlig uneingeschränkt besichtigbar und sehr interessant Eine gute Idee ist auch mit der Fähre nach Sonnenuntergang wieder zurück zu fahren, denn das garantiert auch ein paar schöne Bilder von der erleuchten Stadt.
Zum Glück geht es jetzt morgen endlich mit dem Rad los, denn das Stadtleben is zwar schön, aber ich will jetzt endlich mehr Natur sehen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *