Feuertaufe

Es ist soweit. Das Rad ist gepackt, aus dem Hotel wieder ausgecheckt und ich stehe am auckländer Hafen. Die Habourbridge ist für Fahrradfahrer gesperrt und so nehme ich wie gestern die Fähre nach Devonport. Also rasch ein one way Ticket besorgt und nach eimem ausgiebig Mittagessen sitze ich um Punkt 12 auf der Fähre. Das Wetter ist wieder traumhaft und so erstrahlt Auckland noch einmal bei der Abfahrt.
Ich bin fast wieder genauso aufgeregt wie beim Abflug, denn jetzt soll mein eigentliches Abenteuer starten. Mein Rad ist so schwer beladen wie noch nie.
Mein Weg führt mich von Devonport aus nach Norden. Entlang den Hauptstraßen geht es durch die nicht enden wollenden Vororte von Auckland. Das Terrain ist hügelig, teils mit feurig deftigen Steigungen. Nach gut dreißig Kilometern komme ich dann endlich auf die Landstraße. Die Straßenverhältnisse sind gut, man hat fast immer einen Seitenstreifen zum Fahren und  in der Stadt gibt es zudem meist sogar extra Fahrradstreifen oder Bus Lanes. Der Verkehr ist zwar immer nich links aber sonst ganz passabel, mein Rückspiegel leistet mir sehr gute Dienste.
Die Landstraße schlängelt sich indess, auch wieder erstaunlich hügelig, an der Küste entlang. Nach guten 60 Kilometern lass ich es für heute gut sein, da es auch schön zu dämmern anfängt. In einen lokalen Park, ähnlich eines Nationalparks, bei Weiwera gibt es einen Zeltplatz. Er ist kaum besucht und überall laufen Huhn-ähnliche Geschöpfe herum. Gerade als ich mein Zelt fertig aufgebaut hab, fängt es an wie aus Kübeln zu gießen. Zum kochen hört es einmal kurz auf und dann bricht ein Gewitter los. Aber ich sehe die Sache ganz gelassen, denn jetzt weiß ich immerhin, mein Zelt ist wasserdicht.

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