Most alive among tall trees

Dieser Satz steht auf meiner marinblauen Metalltasse und trifft die Tage besonders gut zu.
Gestern morgen bin ich schon relativ früh aus Rawene losgekommen. Die Straße hat sich schön einsam entlang des Fjordes geschlängelt. In Openui, einem kleinen Küstenort, habe ich dann pünktlichst nach eineinhalb Stunden Fahrt mein zweites Frühstück am Strand genossen. Leider ging es auf eine sehr steilen Straße daraufhin von besagtem Strand weg, die Aussicht von dem Berg war allerdings noch um Längen besser. Von da an, ging es durchs Hinterland. Gegen Mittag hab ich den Waipoua Forest erreicht. Die Straße geht mindestens 12 km nur bergauf, ist aber wunderschön, denn sie schlängelt sich mitten durch den Wald und nur alle 10 min kommt ein Auto. Irgendwann bin ich dann bei den berühmten Kauribäumen abgekommen. Dafür, dass sie an anderen Stellen des Landes ganze Bergzüge ohne Rücksicht auf Verluste abholzen, machen die Kiwis hier einen ganz schönen Aufstand. Man muss seine Schuhe desinfizieren, unter kleinen Umständen den Weg verlassen und viel auf Holzbrücken einen halben Meter über dem Waldboden laufen. Hat man das alles erfolgreich hinter sich gebracht, kann man sich endlich den “Gott der Wälder” anschauen. Das ist der größte Kauribaum in  NZ. Er ist über 50 m hoch und sehr beeindruckend. Ein paar Meter weiter, kann man sich ein bisschen Bewegung gönnen  ( zur Abwechslung ;)) und die Kauriwalks machen. Die führen einen nach einem kurzen Fußmarsch zu den four Sisters (zusammengewachsene Kauribäume) und zum “Vater des Waldes”. Er ist geschätzte 3500 Jahre alt und der zweitgrößte Kauri. Nach dem interessanten Nachmittag fahre ich weiter nach Kaihu. Auf dem Camping dort sehe ich meinen ersten Kiwibird. Er ist ziemlich groß, mit einem Huhn vergleichbar und steht ausgestopft an der Rezeption. Zwei Passauer Englischlehrerinnen laden mich gleich zum Abendessen in die Zeltplatz-Küche ein, sie sind von meinem Vorhaben überaus begeistert. Das Essen ist gut und bei einem Wein, diesmal in einem richtigen Glas, entwickelt sich ein schönes Gespräch. Die beiden nehmen sich jetzt einfach mal ein Jahr frei und reisen ein bisschen herum …. Lehrer müsste man werden! Später baue ich dann noch schnell mein Zelt auf und schlafe neben den Gebrigsbach sehr schnell ein, waren ja dann doch mal wieder fast 90 km, und der Wein hat auch geholfen 😉
Heute morgen hab ich es sehr gemütlich angehen lassen und ausgiebig gefrühstückt, denn bis Dargaville sind es nur 30 flache Kilometer. Den Ort hab ich noch vor dem Mittag erreicht und sofort Pierre und Max auf dem Camping wieder gefunden. Es gab Pizza und Softdrinks zum Mittagessen, sehr angenehm nach dem Nudel mit Reis Speiseplan 🙂 Im Moment relaxe ich auf dem schönen Camping und genieße die Sonne.
Die Supermärkte sind übrigens voller Weihnachtszeug. Schon komisch, wenn die Nikoläuse schmelzen ….

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