Es geht nach Norden

Am 13.Juni breche ich endlich auf in Richtung Norden. Ich fahre aber nicht auf gerader Strecke nach Port Augusta, sondern im Paralleltal zum Highway. Das gibt Landschaftlich mehr her und außerdem rasen nicht ständig Autos und LKWs neben einem vorbei. Über Gawler geht es aus dem Einzugsgebiet Adelaides und begebe mich in eine der Weinregionen in South Australia. Hier gibt es, wie in Neuseeland auch, Radwege, die auf alten Eisenbahnstrecke gebaut sind. Der Riesling Trail bringt mich bis nach Melrose. Das Wetter ist perfekt. Die Sonne scheint, aber es ist nicht zu heiß. Es gibt hier einige kostenlose Zeltplätze und so brauche ich drei Tage bis Port Augusta. Am letzten Tag musste ich dann aber noch einen Pass überqueren, um wieder ans Meer zu kommen. Da ich das aber von Neuseeland schon gewohnt bin, hab ich den 500 m Pass sehr optimistisch in Angriff genommen. Denn man startet schon auf 350 m. Was soll ich sagen, ich habe es geschafft 😉
Port Augusta, ein kleines Städtchen, das den Beginn des Stuart Highways markiert, ist die letzte Möglichkeit noch einmal billig Vorräte einzukaufen und es hat die letzte Waschmaschine für  mindestens die nächsten 500 km. So campe ich auf einem Zeltplatz, dusche noch einmal und wasche Kleidung. Nachts zieht dann auch noch ein Sturm auf und ich bin ganz froh über die trockene und warme Zeltplatz Küche.
Am nächsten Morgen verabschiede ich mich vom Meer, ich werde es erst wieder in Darwin – 3.000km weiter – sehen und fahre ins Outback. Als ich das Schild mit 1.221 km bis Alice Springs sehe, denke ich mir, auf was habe ich mich da nur eingelassen… Aber ich steige aufs Rad und jede Pedalsrehung bringt mich weiter in mein Abenteuer.

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