Im Herzen Australiens

Ich bin mittlerweile an der Abzweigung zum Uluru angekommen. Es sind etwa 250km einfach, zu den Olgas sogar insgesamt 300km. Nichtsdestotrotz biege ich in die Straße ein und schaffe es am darauffolgenden Abend schon bis zum Ayers Rock. Bei Sonnenuntergang einfach unglaublich. Die kleine Siedlung (Resort) ist unglaublich touristisch und teuer, so ziehe ich es vor wieder wild zu campen.

Am nächsten Morgen stehe ich natürlich wieder früh für den Sonnenaufgang auf. Danach geht es in den Nationalpark. Kurz vor dem Eingang macht gerade eine Großfamilie Pause und gibt mir eine Standing Ovation als ich an ihnen vorbeizukommen – genauso wie bei der Tour de France und ich muss gestehen, dass ist richtig angenehm 😉 Vor allem realisiere ich erst einmal wieder, dass ich tatsächlich von Melbourne hierher geradelt bin. Ziemlich glücklich fahre ich weiter, bezahle die 25$ Eintrittsgeld und bin danach nicht mehr ganz so happy, denn warum zum Teufel muss man für Natur bezahlen!?  Als ich weiter auf den Felsen zufahre wächst er immer weiter in den Himmel und ist am Ende etwa viermal so groß, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Natürlich muss ich dann mit dem Fahrrad darum herum fahren, aber das hab ich mir verdient! Ein weiterer Vorteil ist, dass ich somit den meisten Touristen entkomme, die den Wanderweg nutzen. Für die Mittagspause funde ich einen ruhigen Platz am Fuß des “Berges” und kann jetzt auch wirklich verstehen, dass der Ort besbesonde und den Aborigines heilig ist.

Als der Nachmittag anbricht fahre ich weiter zu den Kata Tjutas. Leider steht der Wind etwas ungünstig und ich schaffe es gerade noch so zum Sonnenuntergang. Auch hier bin ich alleine und bleibe von den Touristen Massen verschont, denn der Park schließt um 19:30 und alle sind schon wieder zum Ausgang gefahren. Ich habe allerdings andere Pläne und fahre auf einer Staubstraße etwa 3 km weiter nach Westen bis ich aus dem Nationalpark heraus bin und campe im Bush. Diese Piste führt auf etwa 1.200 sehr einsamen und harten Kilometern bis nach Perth. Trotzdem habe ich Radler getroffen, die über diesen Weg gekommen sind.

Der Sonnenaufgang über den Olgas ist auch traumhaft schön und ich nutze den Vormittag und mache alle Wanderungen in dem Gebiet. Danach geht es wieder auf den Rückweg und ich finde als es schon dunkel wird einen wunderschönen Platz zum Zelten etwa 30 km östlich vom Resort mit Blick auf Uluru. Leider regnet es am nächsten Morgen und der Fels ist in dicke graue Wolken gehüllt. Das macht den Abschied ein bisschen leichter und mit Gegenwind geht es wieder zurück.

Letztendlich wird es mich vier Tage anstatt Zwei kosten um zurück zum Stuart Highway zu kommen. Bloody Wind!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *