Geschafft !

Nachdem Bruno und ich einige Tage unterwegs waren, sind wir in Katherine angekommen. Dort hat uns eine schöne Überraschung erwartet, in Coco’s Backpackers sind noch sieben weitere Radfahrer zu Hause. Unglaublich! Und das Schönste war, das alle aus unterschiedlichen Richtungen gekommen sind. Aus Sydney, Perth, Darwin und Melbourne. Ted, ein Australier ist auch bei Melbourne gestartet, so wie ich. Allerdings hat er sich auf dem ganzen Weg nur an Staubstraßen gehalten und ist durch viele Aborigine Communties gefahren ! Das ist ein richtiges Abenteuer!

In Katherine war es schön relaxed. Wir hatten einen Grill und einen billigen Supermarkt nebenan und jeder hatte gute Geschichten zu erzählen. Nach zwei Tagen haben wir beschlossen zur Katherine Gorge zu fahren. Die Schlucht ist etwa 30km außerhalb der Stadt. Wir sind zu viert aufgebrochen, aber nachdem Ted mal wieder einen Platten hatte, ist er mit Anna (UK) umgedreht. Somit sind nur noch Bruno und ich weiter gefahren. Wir haben die Schlucht errreicht und uns ein wenig umgeschaut. Es war relativ heiß an dem Tag und so hatte der Berliner nicht die große Lust auf Sightseeing und ist wieder zurück. Ich bin dagegen noch ein wenig gewandert und habe mir drei weitere Aussichtspunkte angeschaut. Als ich dann nach einem wunderschönen Nachmittag dann doch wieder zum Hostel gefahren bin, wurde es schon dunkel. Aber zum Glück ist in Australien nachts auf den Straßen wenig los.

Uns hat es dann wieder auf unsere Räder gezogen und so beschlossen wir am nächsten Tag weiter zu fahren. Bruno und Ted wollen auch nach Darwin, also haben wir uns zusammengeschlossen. Ich hatte noch ein paar Einkäufe zu erledigen, also habe ich die beiden schon mal vorfahren lassen. Ich sollte sie über den Tag wieder eingholen können. Also hab ich Essen gekauft, hab mich von den anderen noch verabschiedet und bin ganz gemütlich losgefahren. Und 20 km später hab ich die beiden dann auch schon wieder gefunden, am Straßenrand. Ted hatte einen Platten … Wir haben die Gelegenheit für ein zweites Frühstück genutzt. Als dann wieder alles repariert war, ging es weiter. Und während wir unsere Räder gerade wieder auf die Straße schieben. hatte Bruno einen Platten. Also wieder hingesetzt für das dritte Frühstück. Wir haben es aber trotzdem noch weiter geschafft und sind bis Pine Creek gefahren.

Am nächsten Morgen ging es nur noch ein paar Kilometer auf dem Stuart Highway weiter, bevor wir auf eine kleine Nebenstraße abgebogen sind und bis zu den Robin Falls gefahren sind. Einfach super, wenn man nach einem langen, heißen Tag unter einen Wasserfall springen kann. Und danach auch noch neben dem Bach zelten. Ich hab richtig gut geschlafen, denn das Geräusch fließenden Wassers hatte ich nun schon länger nicht mehr.

Am nächsten Morgen sind wir noch vor Sonnenaufgang aufgestanden, um nicht wieder in der Mittagshitze fahren zu müssen. Über eine Staubstraße, die später zur Allradstrecke wurde, sind wir zum Litchfield Nationalpark gekommen. Und tatsächlich waren wir schon um 12 Uhr am Ziel. Natürlich gab es wieder Wasserfälle und Wasserlöcher (Krokodilfrei) zum baden. Von den Florence Falls sind wir am nächsten Tag zu den Wangi falls gefahren, das größte und touristischste Wasserloch. Dort gibt es auch ein kleines Cafe, in dem Ted vor einem Jahr gearbeitet hat. Seine Kollegen waren immer noch dort und haben uns erst einmal gründlich versorgt, mit Eiskaffee und einem Mittagessen. Zu allem Überfluss haben sie uns dann sogar noch zum Abendessen eingeladen.

Der letzte Tag auf dem Rad hat wieder früh begonnen. Bruno und ich haben uns vorgenommen die 140km an einem Tag zu fahren. Das Zelt wurde im dunkeln eingepackt und dann ging es los. Das  Fahren hab ich noch einmal richtig genossen. Am Anfang ging es immer noch durch den Wald im Nationalpark, dann paar Kilometer über eine Waschbrettpiste und das letzte, lange Stück am Stuart Highway entlang. Ehe man sich versehen hat, waren wir dann auch schon in der Innenstadt von Darwin. Am Meer. Das erste mal, das ich das Meer wieder sehe, seit ich in Port Augusta losgefahren bin, vor 4.000 km. Verrückt! Es hat sich zwar super angefühlt in Darwin zu sein. Allerdings der Gefühlsausbruch, das jetzt die Reise, die neun Monate auf dem Fahrrad zu Ende sind, war es jetzt allerdings nicht. Es hat sich wie jede andere Stadt auch angefühlt. Bruno und ich haben ein Willkommensbierchen getrunken und er hat sich daraufhin noch einen Job im Hostel gesucht. Ich bin zu Alex und Sabine gefahren, die so nett waren, mich für ein paar Tage zu beherbergen.

3 Comments

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Alls Gute!

    • Vielen, vielen Dank 🙂

  2. Tolle Leistung , Hochachtung für soviel Stehvermögen . Ich kann mich noch an den Tag erinnern als wir uns im Dezember in Neuseeland getroffen haben . Mach was draus auf sovielen tollen Erlebnissen und Eindrücken . Damit kannst du die Menschen begeistern. Bin gespannt wo es dich demnächst hinzieht. Alles Gute Thomas / der Fotograf aus Berlin

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