Die genauen Routenverläufe findest du auf gpsies.com

……………………………………………………………………………………………………………

August 2015 | 440 km | 5 Tage

Passau

Nach der etwas zu kurz geratenen Rheintour zog es meinen Vater Robby und mich sehr schnell wieder auf die Räder und wir entschieden uns nach Passau zu fahren.

Wir starten am 17. August und fuhren von Schweinfurt aus erst einmal nach Gerolzhofen. Von dort aus ging es über den Steigerwald auf verlassenen Landsträßchen in Richtung Fürth. Dort, genauer gesagt in Leichendorf, haben wir unser Lager aufgeschlagen und bei einem guten selbstgebrautem Bier den ersten, sehr regnerischen Reisetag ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen war das Wetter dann schon um einiges besser und es ging gemütlich am Rhein-Main-Donau Kanal entlang in Richtung Süden. Nach mehreren bis zu 30 m hohen Staustufen hatten wir die Altmühl erreicht und an ihr ging es bis nach Riedenburg auf einen schönen Zeltplatz.

An der Altmühl ging es auch am nächsten Tag weiter und passend zur Mittagszeit erreichten wir die Donau und damit praktischerweise auch gleich das Kloster Weltenburg, was für sein überaus gutes Bier bekannt ist. Allerdings musste das Mittagessen hart erkämpft werden, denn der Donaudurchbruch versperrt die direkte Zufahrt zum Kloster und man muss 150 Höhenmeter überwinden, um zum Kloster hinunterfahren zu können. Das Bier und das Essen hat die Mühen bezahlt gemacht. Nach diesem üppigen Mahl sind wir an der Donau tatsächlich noch bis nach Regensburg gefahren. Die Steinerne Brücke war leider eingerüstet und so haben wir bei einer Regensburger Bratwurst halt die Kajakfahrer bestaunt. Nach diesem kulinarischen Highlight haben wir uns entschlossen uns doch wieder in den Sattel zu setzen und weiter zu fahren. Mit Rückenwind ging es dann noch bis in die Nähe von Straubing, wo wir auf einem sehr fahrradfreundlichen Campingplatz unser Zelt kostenlos in der Dämmerung aufgebaut haben.

Am nächsten Tag ging es genauso gut weiter, denn die Bäckerin hat unser morgendliches Frühstück kostenlos aufgestockt. So motiviert haben wir es nach gut 100 km nach Passau geschafft. Dort schnell ein Bild an der Ortsspitze und ab zum idyllischen Camping an der Ilz, denn wir wollten uns mit unseren Verwandten Dorle und Peter treffen. Nach einem leckeren Essen beim Griechen haben uns die Beiden in ihrem Auto mit auf den hohen Festungsberg genommen, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf das nächtliche Passau hatte. Später sind wir todmüde nach diesem schönen Tag in unsere Schlafsäcke gekrochen.

Da Passau nur einen Katzensprung entfernt von Österreich liegt, haben wir uns am nächsten Tag entschlossen mal kurz in unseren Nachbarstaat zu fahren. Daher ging es nach unserem Frühstück vor dem Dom den Inn drei Kilometer aufwärts, über das Stauwehr und schon waren wir in Österreich. An der nächstgelegenen Infotafel noch schnell ein Bild gemacht und dann wieder zurück nach Deutschland, denn wir wollten noch am gleichen Tag wieder mit dem Zug zurück nach Schweinfurt fahren.

……………………………………………………………………………………………………………

Juni 2015 | 350 km | 4 Tage

Rhein

An einem regnerischen Morgen sind Robby und ich wieder aufgebrochen. Dieses Mal hatten wir viel geplant, am Rhein entlang sollte es bis in die Niederlande gehen, insgesamt 550 km. Mit dem Zug ging es zum Endpunkt unserer letzten Tour, Karlsruhe.

Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch die von Konzert und Baustellen geplagte Stadt, erreichten wir endlich wieder den Rhein. Entlang der Deiche ging es am ersten Tag bis in die Nähe von Ludwigshafen. Auf einem etwas zwielichtigen Camping haben wir unser Zelt aufgeschlagen.

Die Nacht verlief ruhig und wir saßen dementsprechend wieder relativ früh im Sattel, was den Vorteil hatte, dass unser allmorgendliches Frühstück beim Bäcker noch warm war. Vorbei an Worms ging es im Regen weiter. Bei Mainz kehrten wir während einer Regenpause in einen kleinen Biergarten direkt am Fluss ein. Als die Sonne rauskam ging es weiter ins Stadtzentrum. Dort war gerade auf der ganzen Uferpromenade das Volksfest im Gange und uns bliebt nichts anderes übrig als durch die Menschenmassen zu schieben. Genau in diesem Augenblick ist ein Gewitter aufgezogen und wir wurden völlig durchnässt. Als wir das Volksfest nach einer halben Ewigkeit endlich hinter uns gelassen hatten, konnten wir, jetzt ohne Regen, bis nach Bingen weiterfahren. Dort haben wir beinahe den Zeltplatz verpasst. Nachdem das Zelt stand, konnten wir unser Essen mit einem schönen Blick auf den Rhein genießen.

Am nächsten Morgen sind wir dann endlich durch das tief eingeschnittene und imposante Rheintal gefahren. Der Radweg hat sich den schmalen Streifen Land zwischen Hang und Fluss auch noch mit der Bundesstraße und der Eisenbahn geteilt. So ging es mit Bus und Bahn am Fluss entlang, vorbei an der Burg Pfalzgrafenstein, die mitten im Rhein steht. Auch heute hat es wieder überaus viel geregnet. Gegen Mittag haben wir die Loreley erreicht. Eine Felswand, die sich etwa 200m hoch über den Fluss erhebt, und natürlich mussten wir dort hinauf fahren. Also mit der Fähre das Ufer gewechselt und dann auf der Straße bergauf, für zwei Kilometer, mit über 10% Steigung. Langsam aber beständig haben wir die vielen Serpentinen hinter uns gebracht, nur um dann oben festzustellen, dass man zur Loreley wieder einige Höhenmeter abfahren muss. Der Blick von dem Felsen hat die Mühen aber auf jeden Fall gelohnt. Für den Rückweg mussten wir zwar erst wieder ein wenig bergauf fahren, hatten danach allerdings eine schöne, lange Abfahrt zum Rheinradweg. Der nächste Halt an diesem Tag war das Deutsche Eck in Koblenz, dem Zusammenfluss der Mosel und des Rheins. Robby und ich waren noch fit und so ging es weiter Rheinabwärts. Nach weiteren 30 Kilometern wollten wir unser Zelt in Bad Breisig auf dem Camping aufstellen. Aber wir fanden den Campingplatz nicht. Zu allem Überfluss fing es dann auch noch an zu schütten. Eine hilfsbereite Dame erklärte uns, der Zeltplatz würde schon seit drei Jahren nicht mehr existieren und wir sollten nach Remagen fahren. Das taten wir dann auch, in sintflutartigen Regenfällen. Es wurde schon dunkel, als wir den Platz erreichten. In einer Rekordzeit stellten wir unser Zelt auf und verzogen uns in den sehr modernen und angenehm geheizten Waschraum, um unsere Klamotten zu trocknen. Nach einem leckeren Radleressen (Schnitzel mit Pommes) verkrümelten wir uns in die Schlafsäcke.

Als wir aufwachten, war das Wetter wieder schön. Wir packten das Zelt zusammen und machten uns auf die morgendliche Jagd nach einem „Pain au Chocolat“. Gegenüber vom Petersberg (ehem. Bundesgästehaus) fanden wir das beste deutsche Schokoladenbrot seit langem. Leider haben sich bei Robby Knieschmerzen sehr stark bemerkbar gemacht, weshalb wir die Tour in Bonn dann vorzeitig beendet haben und mit dem Zug wieder nach Hause gefahren sind.

……………………………………………………………………………………………………………

August 2014 | 400 km | 5 Tage

Pfalz II & Frankreich

Dieses Jahr haben wir es erneut probiert nach Rheinland Pfalz zu kommen. Da wir es im Vorjahr schon nach Aschaffenburg geschafft haben, setzten wir uns in Schweinfurt gleich in den Zug und fuhren dorthin.

Von dort aus ging es mit dem Fahrrad los und zum ersten Mal verließen wir daraufhin per Rad Bayern. Entlang des Mains ging es unter anderem durch Frankfurt. Am Abend erreichten wir nach 100 km die Mainmündung. Für uns als Schweinfurter ein erhebender Moment. Perfekterweise war der Zeltplatz gleich neben dem Zusammenfluss und deren Schnitzel ein Traum.

Gefrühstückt haben wir am nächsten Morgen direkt gegenüber des Mainzer Doms. Rheinaufwärts radelten wir bis zum Wormser Dom (Mittagessen) und bogen dann in Richtung Westen ab. Das Abendessen gab es dann schon in der tiefsten Pfalz, im Dürkheimer Riesenfass.

Am nächsten Tag führte uns die Route am Pfälzer Wald entlang. Über Neustadt an der Weinstraße, vorbei am Hambacher Schloss und durch Landau in der Pfalz. Von dort aus bogen wir haarscharf nach Westen in ein Tal ein, vorbei an Anweiler am Triefels bis nach Hauenstein, unserem Zielort. Leider waren die Freunde, die wir besuchen wollten nicht da und so haben wir den Flammkuchen am Paddelweiher alleine gegessen. Von dem kleinen See aus ging es auf abenteuerlichen Waldwegen über den Bergrücken nach Dahn auf unseren wunderschönen Campingplatz. In uns ist schon den ganzen Tag der Gedanke gereift, doch noch weiter nach Frankreich zu fahren und am Abend haben wir die Karte herausgeholt, ein bisschen herumgeplant und uns entschieden über die Grenze zu fahren.

Von dem Zeltplatz waren es tatsächlich nur zwölf Kilometer in unser Nachbarland und so gab es für uns einen französischen Kaffee und ein richtiges Pain au Chocolat zum Frühstück. Den Tag über sind wir dann noch ein bisschen durch Frankreich gefahren, haben das Baguette genossen und abends in Lauterbourg unser Zelt aufgeschlagen, etwa 1,5 km von der deutschen Grenze entfernt.

An unserem letzten Morgen haben wir noch viel französisches Gebäck eingekauft, bevor es nach Karlsruhe ging und von dort mit dem Zug wieder nach Hause.

…………………………………………………………………………………………………………

August 2013 | 160 km | 2 Tage

Pfalz I

Nach einer Woche Urlaub in Rom, stand unser nächstes Fahrradprojekt an, wir wollten in die Pfalz fahren.

Wir starten in Schweinfurt. Zuerst ging es nach Würzburg. Nach einem Döner zum Mittagessen ging es weiter, allerdings nicht den Mainradweg entlang, sondern wir kürzten ab. Wir fuhren direkt nach Westen, durch Höchberg (warum dieser Ort wohl so heißt…), vorbei an Uettingen und Holzkirchen bis wir bei Wertheim wieder den Main erreichten. In schönen Schleifen, zog sich der Fluss durch Unterfranken. Unser Zeltplatz war in Miltenberg, welchen wir völlig entkräftet abends erreicht haben.

Am nächsten Tag war unsere Kondition immer noch so stark beansprucht, dass wir uns in Aschaffenburg in den Zug gesetzt haben und wieder heimgefahren sind. Und die Moral von der Geschicht‘ ist: Man sollte in Rom nicht zu viel laufen 😉

…………………………………………………………………………………………………………

August 2012 | 425 km | 3 Tage

Schweinfurt – Kempten

Die ausschlaggebende Idee, mit dem Fahrradfahren anzufangen, war meine Großeltern in Kempten (Allgäu) zu besuchen. Nach etwas über einem Jahr Training und unserer ersten Probetour durch Franken, sollte sich mein Traum 2012 erfüllen.

Wir starteten mit unseren Rädern in Schweinfurt. Zuerst ging es am Main entlang. Über Kitzingen und Marktbreit dann in das etwas bergigere Gelände. Nach über 130 km am ersten Tag durften wir auf dem Feld eines netten Bauern bei Burgbernheim schlafen.

Der nächste Tag hat gleich mit einem sehr steilen Berg begonnen. Allerdings ging es von dort aus bis zur Donau nur noch bergab. Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir an Donauwörth, Dillingen bis nach Günzburg die Donau entlang. Als wir den Fluss in Richtung Süden verließen wurde es dunkel. Einige Zeit später, hatten wir uns in einem kleinen Dörfchen so verfahren, das wir beschlossen unser Zelt gegenüber vom Sportheim an einem kleinen Tümpel aufzustellen. Wir sind an diesem Tag sagenhafte 175 km gefahren.

Am nächsten Morgen weckte uns der Regen. Wir flüchteten uns in den nächsten Rewe und nach einem heißen Kaffee ging es weiter. Vorbei an Memmingen durch das hügelige Schwaben. Am Nachmittag hatten wir es dann tatsächlich geschafft, wir waren bei meinen Großeltern in Kempten angekommen. Zu unserem Erstaunen hat mein Opa unsere Ankunft schon an die große Glocke gehängt und so erschienen zwei Zeitungsartikel über unsere Reise.

Die 425 gefahrenen Kilometer waren wunderschön, nur leider hatten wir unsere Kamera bei den Abschiedsfotos schon in Schweinfurt vergessen.

…………………………………………………………………………………………………………

Juni 2011 | 170 km | 2 Tage

Frankenrunde

Im Sommer 2011 ging es auf meine erste größere Tour, 200 km durchs schöne Frankenland. Am Main entlang in Richtung Volkach, dann über Marktbreit nach Uffenheim zu einem schönen Zeltplatz. Am nächsten Tag ging es über das Aurachtal nach Erlangen. Der Zug hat meinen Vater Robby und mich wieder nach Hause gebracht.